Überregionales Förderzentrum für den Förderschwerpunkt „SEHEN“ Mecklenburg-Vorpommern

 

Zur Geschichte der Schule

Die Wurzeln unserer Schule sind in der 1864 gegründeten Großherzoglich-Mecklenburgischen Blindenanstalt zu finden.

  • Seit 1991 wird die ehemalige Blindenanstalt vom "Verein für Blindenwohlfahrt Neukloster e.V." getragen.
  • Aus dem Schulteil der ehemaligen Landesblindenanstalt wurde 1953 eine eigenständige Einrichtung als Sehschwachenschule.
  • 1975 zog die Schule in die Gebäude des ehemaligen Lehrerseminars.
  • Seit 1990 konnten wieder blinde Kinder in die Schule aufgenommen werden.
  • Vom 21.04.1998 bis zum 30.07.2012 ist das Land Mecklenburg-Vorpommern der Schulträger.
  • Seit Mai 2011 heißt die Schule Überregionales Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt „SEHEN“  und wechselt am 01.08.2012 in Kreisträgerschaft. 

 

 

Aufgaben der Schule

Das Förderzentrum ist zuständig für blinde und sehbehinderte Kinder und Jugendlicher in ganz Mecklenburg-Vorpommern. Zu unserer Aufgaben gehört zum einen die Betreuung und Beschulung sehgeschädigter Kinder direkt an unserer Einrichtung. Zurzeit besuchen ca. 100 Kinder die Schulteile Grundschule, Regionale Schule sowie die Schulteile mit den Förderschwerpunkten „Lernen“ und „Geistige Entwicklung.

Hier sind derzeit ca. 60 Lehrer, Erzieher und Betreuer tätig. Eine Krankenschwester und eine Sozialpädagogin stehen den Schülern ebenfalls zur Verfügung.

Ein großer Arbeitsbereich ist zum anderen der Gemeinsame Unterricht. Hier werden sehbehinderte Schüler, die an ihren Heimatschulen in ganz Mecklenburg-Vorpommern lernen, von unseren Pädagogen vor Ort unterstützt. Derzeit betreuen wir ca. 85 Kinder im Gemeinsamen Unterricht. Die Kollegen unserer Schule fördern die Schüler im Unterricht bzw. parallel dazu und beraten die Klassen- und Fachlehrer der Schulen.

Zur Schule gehörig ist außerdem ein Sonderkindergarten mit einer Kapazität von 10 Plätzen.

Blinde und sehbehinderte Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren werden durch die mobile Frühförderung betreut. Dazu fahren unsere Frühförderer an die Heimatkindergärten oder fördern die Kinder direkt in ihrem häuslichen Umfeld. Zu dieser Arbeit gehört außerdem die Beratung der Eltern und Kindergärtnerinnen.

 

Die Unterbringung der Schüler vor Ort

Schüler des Förderzentrums, deren Wohnort im näheren Umkreis Neuklosters liegt, reisen täglich zur Schule an. Vor und nach Schulbeginn werden sie in der Tagesgruppe betreut.

Schüler des Förderzentrums, deren Heimatort weit entfernt liegt, haben die Möglichkeit von Montag bis Freitag in unserem Internat zu wohnen. Sowohl hier als auch in der Tagesgruppe wird eine Betreuung geboten, die sowohl die Hausaufgabenerledigung als auch eine sinnvolle Freizeitgestaltung einschließt und den individuellen Bedürfnissen sehbehinderter und blinder Kinder und Jugendlicher gerecht zu werden.

Besonderheiten

In den letzten Jahren erfolgten zahlreiche Umbauarbeiten an allen Gebäuden der Schule insbesondere hinsichtlich der Umgestaltung nach behindertenspezifischen Anforderungen. Inzwischen verfügen die Schul- und Internatsgebäude sowie die Schulmensa über rollstuhlgerechte Zugänge bzw. Fahrstühle.

Neben den allgemeinen Rahmenrichtlinien bietet die Schule Unterricht in Maschineschreiben, Braille (Voll- und Kurzschrift), sehgeschädigtenspezifischer Informationstechnik, Orientierung und Mobilität und Lebenspraktische Fertigkeiten. Die Schule verfügt über eine spezielle Ausstattung mit Hilfsmitteln für Blinde und Sehbehinderte, wie z.B. Punktschriftmaschinen, Punktschriftbücher, Computer mit Braillezeile und Bildschirmvergrößerung, Bildschirmlesegeräte, Lupen und Arbeitsplatzbeleuchtung und spezieller Beleuchtung in allen Räumen. Ziel der pädagogischen Arbeit ist, dass die Jugendlichen einen hohen Grad an Selbstständigkeit erreicht haben, wenn sie unsere Schule verlassen.

Der Förderverein

Seit 1991 besteht der "Verein zur Förderung sehgeschädigter Kinder und Jugendlicher Mecklenburg-Vorpommern e. V. Neukloster“ als Schul- und Förderverein an unserer Einrichtung. Der Verein hat es sich in seiner Satzung zur Aufgabe gemacht, die blinden und sehbehinderten Schüler  in vielfältigsten Formen und Maßnahmen in der Freizeit und beim Lernen zu unterstützen. Es gibt Fälle und Situationen, in denen statliche Hilfe erst spät einsetzen kann, nicht möglich ist oder durch zusätzliche Hilfe ergänzt werden sollte, um den besonderen Bedürfnissen der blinden und sehbehinderten Kinder und Jungendlichen gerecht zu werden. Hierfür steht und wirbt der Förderverein.

Sie wollen mehr über uns wissen? Demnächst erstellen wir eine eigene Homepage.


Zurzeit sind wir zu erreichen unter:

Tel.: 03 84 22 / 45 20
Fax: 03 84 22 / 45 21 2